Ring der Münzen

Im Kern der Stadt befindet sich der „Große Markt“ am Ring der Münzen, welcher die Altstadt und deren Mauer umrundet. Hier werden die Waren der Kaufleute feilgeboten und im Schatten der alteingesessenen Handelshäuser floriert das Geschäft.

Zugehörige Orte

Bezirk / Lage:

Ring der Münzen

schräg gegenüber der Harfe

Zugangsvoraussetzungen:

Man sollte ein gepflegtes Auftreten haben und kein Essen mit sich führen

Personen:
  • Alrik Degenhart, Besitzer
OT-Autor(en):

Lydea, Jonas W. Leuenzahn, Gracilea

Beschreibung

Degenharts Orchesterbedarf ist ein sehr exklusiv wirkendes Geschäft. In den großen, tagsüber geöffneten Fenster liegen Flöten, Harfen und Schlaginstrumente zur Auslage. Besonders wegen der Zupfinstrumente sollen schon des Öfteren Gäste, die sich an der Schenke treffen wollten, verloren vor dem Instrumentenladen gestanden haben.

Alrik Degenhart ist ein Mann mit schulterlangem Haar und spitz gezwirbeltem Schnurrbart, der Wert legt auf ein gepflegtes Äußeres und Statussymbole. Am Ring der Münzen hat man schließlich einen Ruf zu verlieren. Auch deshalb ist er sehr auf die Exklusivität seines Geschäfts bedacht und bedient höchst ungern unzureichend professionelle oder augenscheinlich nicht wohlhabende Kunden – die machen seine schönen Instrumente nur schmutzig oder kaputt, greifen alles an und kaufen am Ende nichts.

Bezirk / Lage:

Ring der Münzen

Zugangsvoraussetzungen:
  • Frettchengeister müssen leider draußen bleiben
Personen:
  • Illa Rotermundt, Wirtin
  • Karl, Küchenjunge
  • Merla, Bedienung
  • weitere Schankmaiden und -burschen
OT-Autor(en):

Lydea

Beschreibung

Die Harfe hat ein leicht vorstehendes Dach, unter dem sich abends oft angeheiterte Gäste etwas frische Luft gönnen. Entsprechend ist auch vor der Schankstube immer viel los. „Die Harfe“ ist nicht zu verwechseln mit dem Instrumentenhändler schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Die schwere Holztür des Gasthauses hängt gut geölt in den Angeln und öffnet sich auf leichten Zug nach außen, wenn man die kleine Treppe vom Ring der Münzen aus hinaufsteigt. Beim Betreten weht einem ein dezenter Geruch nach Gewürzen und Rotwein entgegen. Die Luft ist warm und trägt leises Stimmengewirr, jedoch ab und an auch Gesang einzelner Barden und Gitarrenspiel, mit sich. Die Decken sind deutlich höher und über dem Schankraum hängen 3 oder 4 große Leuchter, die aus großen Wagenrädern gefertigt sind und ein angenehmes Licht verbreiten. Das Gebäude selbst ist massiv gebaut und erfreut mit weiß getünchten Wänden und Erkern.

An der Theke vorbei, die rechts seitlich vor einer Wand bestückt mit kleineren Weinfässchen im Raum gelegen ist, links an einer Reihe Bänke mit geölten Tischen, führt der Weg zum hinteren Teil des Gasthauses, wo in einem Kamin ein Feuer flackert und kleinere Sitzgruppen mit runden Tischen aufgestellt sind. Dem geschulten Auge entgeht nicht die leichte hintere Rundung des Raumes, das leichte Podest, auf das diese Sitzgruppen gestellt sind. Die Akustik ist gut und wohl auch für Einzelvortrag gebaut.

In der Harfe ist es durchaus üblich, sich selbst an der Theke die Getränke und Essen zu holen wenn es ein geschäftiger Abend ist. Sonst kommen aber auch gerne die Bedienungen an den Tisch. Kenner und Stammgäste raten zu späterer Stunde vom Glühpunsch ab, wenn man denn plant, davon betrunken zu werden. Zu dieser Zeit wurde der Kessel dann oft schon mehrmals über dem Feuer zu heiß, so dass nur noch ein warmer Fruchtpunsch mit Weinaroma bleibt.

Der Küchenjunge Karl ist ein schlaksiger 13-jähriger Bub mit braunen Haaren und Sommersprossen. Er ist recht schweigsam und etwas schüchtern. Zuletzt scheint er in den Stimmbruch gekommen zu sein, was besonders Lydea amüsiert und fasziniert.

Merla ist eine ehemalige Sklavin aus Orazul, vor einiger Zeit wurde ihr dort die Stimme gestohlen. Diese konnte ihr aber wieder mit Hilfe einiger Stammgäste der Harfe (siehe örtliche Heldengruppe) zurück gegeben werden. Ihre Aufgaben als Schankmaid erfüllt sie mit großer Sorgfalt und viel Freude, nur eine auffällige Narbe am Handgelenk mag dem aufmerksamen Beobachter noch Hinweise über ihren Werdegang geben.

Bezirk / Lage:

westlicher Ring der Münzen

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Personen:
  • Egon Burkhard, Inhaber
  • Martin Meißner, Inhaber
  • Sandra Weinleser, Inhaber
OT-Autor(en):

Jonas W. Leuenzahn

Beschreibung

Einer der renommiertesten Mietställe der Stadt ist der von Egon Burkhard, Martin Meißner und Sandra Weinleser auf der Westseite des Rings der Münzen. Die drei Partner bieten Stadtbewohnern ohne eigenen Stellplatz eine Möglichkeit, ihre Reittiere dort unterzubringen und pflegen zu lassen.
Auch Freystädter und Besucher, die sich schnell innerhalb der Stadt oder im Umland bewegen wollen, aber kein eigenes Reittier haben, können hier ausdauernde Ponys wie Otto und Thiessl oder den Wankler, einen Packesel, stunden- bis wochenweise anmieten. BMW verlässt sich, was die ordentliche Behandlung und Rückgabe der Tiere angeht, entweder auf einen in der Stadt gut bekannten Leumund, oder sie behalten eine Haarsträhne für eine „Magische Suche“ vom Mieter ein – es ist davon auszugehen, dass sie auch ihre Mietpferde und Mietesel jederzeit orten können, denn diese sind mit „Gesichertes Pferd-Sigillen“ (GPS) versehen.
Darüber hinaus kann man in der Werkstatt von BMW auch Kutschen und Gespanne reparieren lassen.

Bezirk / Lage:

nordwestlicher Ring der Münzen

Zugangsvoraussetzungen:

Ist die Tür offen, ist die Praxis geöffnet.
Sonst hilft Klopfen.

Personen:
  • Lothar, Cyrus Leibarzt (SC)
  • Lydea, Bardin (SC)
OT-Autor(en):

Lydea

Beschreibung

Im nordwestlichen Ring der Münzen, an der zur Innenstadt gewandten Häuserflucht, befindet sich ein ansehnliches Stadthaus, neben dessen Tür ein großes Schild prangt, das den Ort als Wirkungsstätte eines Arztes und Heilers ausweist. Die schwere, doppelflüglige Eingangstür ist unverschlossen, solange Lothar in den Praxisräumen anzutreffen ist. Für Notfälle in Abwesenheit liegen in einem Kästchen unterhalb des Schildes kleine Holzstäbchen aus, die bei Bedarf zerbrochen werden sollen, um den Arzt zu verständigen.

Betritt man das Haus, gelangt man in ein kleines, fast quadratisches Foyer von drei Mal drei Schritt. Knapp hinter der Eingangstür dienen einige Haken links an der Wand als Garderobe. Weiter hinten links geht, umrahmt von einigen Hockern als Sitzgelegenheit für Wartende, eine Holztür ab zu Lothars Praxis. Der großzügige Raum läge wohl, betrachtete man den Grundriss, wie ein nach oben gespiegeltes L um das Foyer. Mittig im Raum stehen 3 Operationstische, um die Ecke finden einige Schränkchen mit Arznei und Operationsbesteck neben einem großen Waschbecken ihren Platz.

Geht man durch die Tür geradeaus, so gelangt man in einen Zuberraum. Von der Grundfläche, die mit 2,5 Mal 5 Schritt schon recht überdurchschnittlich ist, nimmt der viereckige Zuber selbst 2 Mal 3 Schritt Grundfläche ein. Er hat verschiedene Sitzmöglichkeiten, zwei Liegeflächen und wird wohl durch einen Zuflussmechanismus nach Bedarf mit frischem Wasser befüllt. Hinter dem Zuber befindet sich ein Schacht für Feuerholz und (unter einer hölzernen Falltür) eine steinerne Wendeltreppe in den Keller. Hier führt zudem eine kleine hölzerne Hintertür in den Garten.

Das Gartenareal ist klein, umrahmt von Mauern, scheint jedoch mit dem Garten des Nachbarn zusammengelegt zu sein. Einige Versuche, etwas anzubauen, sind sichtbar, dominiert wird der Garten jedoch von spärlichem Rasenbewuchs und einem hölzernen Verschlag, in dem (zumindest ursprünglich nur) ein großes, weißes, wolliges Schaf untergebracht ist.

Geht man vom Foyer nicht durch eine der Türen, so bleibt einem immer noch die massive Holztreppe an der rechten Seite. Sie führt in den Wohnbereich nach oben. Erreicht man den oberen Absatz der Treppe, öffnet sich vor einem das große Wohnzimmer, das wohl 8 Mal 5 Schritt misst. Rechts befindet sich eine geräumige offene Küche mit Herd, Arbeitsfläche und allem Nötigen. Ein großer Esstisch mit 8 Stühlen, daneben ein Sitzbereich mit zwei Sofas, ein Kamin und zwei gefüllte Bücherregale geben dem Raum den Flair eines gemütlichen Salons. Das Licht fällt durch mehrere hohe Fenster und lässt die Ausgestaltung mit dunklem Holz bei Weitem nicht so erdrückend wirken. Gegenüber der Treppe gehen drei Türen ab. Die ganz linke Tür verbirgt eine kleine Speisekammer, die mittlere Tür führt in ein Ankleidezimmer. Zuletzt die Tür ganz rechts führt ins große, 5 auf 5 Schritt messende Schlafzimmer mit großem, zentral aufgestelltem Bett. Weiteres Interieur wird Besuchern aber wohl verborgen bleiben, da die Tür, naturgemäß, meist geschlossen ist.

Edmund, der ältere alleinstehende Nachbar mit wettergegerbtem, aber freundlichem Gesicht, hat nicht nur seine Gartenfläche zur Nutzung an Lothar abgetreten, sondern achtet auch in dessen Abwesenheit auf Haus und Hof.

Gerda ist ein sehr genügsames, stoisches Schaf. Die Gesellschaft einer Herde fehlt ihr, aber dafür lässt sie inzwischen durchaus entspannt die Streicheleinheiten der Zweibeiner über sich ergehen. Dank des freundlichen Aktionismus von Ari’ahel hat das Tier neuerdings Gesellschaft von zwei Jungschafen aus der Herde des Schäfers Heimeier. Die zwei schwarzgesichtigen Schafe sind (hoffentlich) Weibchen und wurden mit den Namen Rosa (das Braune) und Bianca (das sehr lebhafte Schwarze) bedacht. Ob der Platz im eher überschaubaren Stadtgarten für drei Schafe reichen kann, muss sich erst noch zeigen.

Zugehörige Personen

Stand/Beruf:
  • Wirtin
Aufenthaltsorte:
Beziehungen:
  • Merla, Angestellte
OT-Autor(en):

Lydea

Beschreibung

Resolute Witwe um die 50 Jahre, sie führt die Harfe schon mehrere Jahrzehnte und zuletzt auch allein, nachdem erst Mann, dann einzige Tochter starben. Sie ist untersetzt, wirkt etwas aufgedunsen und stets etwas rotwangig und -nasig, weiß sich aber mit lauter, rauchiger Stimme durchzusetzen. Die größtenteils ergrauten Haare trägt sie stets unter einer sauberen Haube, während sie in leidlich sauberer Schürze Bestellungen aufnimmt, den Schankmaiden oder dem Koch Anweisungen gibt und dabei immer noch die Zeit für ein paar freundliche Worte oder eine kurze Unterhaltung mit Gästen findet.

Sie öffnet ihre Schenke gern für Musiker und Barden, die Namensgebung des Wirtshauses war ihre Entscheidung und kommt nicht von ungefähr. Hier ist sie sich nicht zu schade, auch unüblichere Arrangements mit Barden zu treffen, um Liebhabern leiserer Töne oder melancholischer Bardenkünste Raum zu geben. Allerdings spielt niemand auf der namensgebenden Harfe, die noch in einem Hinterzimmer stehen soll.
Die Wirtin Rotermundt kann es ganz besonders nicht leiden, wenn ungehobelte Ortsunkundige direkt nach dem Wirt der Schenke verlangen und es so „an der nötigen Portion Respekt fehlen lassen“. Dies liegt darin begründet, dass ihr Vater ihr als einziger Tochter ursprünglich die Schenke nicht vermachen wollte („Mädchen an der Theke, die können keine Schenke führen! Da fehlt das Durchsetzungsvermögen.“) und mit dem Gedanken spielte, diese stattdessen zu verkaufen. Illa durchlief eine harte Schule und musste sich viele Jahre immer wieder beweisen, ehe ihr alter Herr sich dann doch umentschied und ihr das Wirtshaus in so prominenter Lage überließ. Auch die späteren familiären Verluste konnten ihre stets spürbare Liebe zum Wirtshaus und zum Führen der Gaststube nicht trüben.

Sie scheint eine irrationale Zuneigung zu dunkelhaarigen, jungen Frauen zu empfinden, besonders, wenn sie selbst etwas viel Gewürzwein hatte und melancholischen Liedern der Barden zugehört hat. Dass sie diese Mädchen dann mit „Dorothea“ anspricht, sind aber bisher nur Gerüchte.